Kaufnebenkosten in München: Diese Ausgaben sollten Sie einplanen, wenn Sie eine Immobilie kaufen
Wer eine Immobilie kauft, weiß: Der Kaufpreis ist nur ein Teil der Gesamtausgaben. Neben dem eigentlichen Kaufpreis fallen sogenannte Kaufnebenkosten an, die schnell mehrere Zehntausend Euro betragen können. Damit Sie Ihr Budget beim Kauf einer Wohnung oder eines Hauses realistisch planen, haben wir die wichtigsten Posten und Zuständigkeiten für Sie zusammengefasst.
Welche Kaufnebenkosten fallen an?
Beim Erwerb einer Immobilie in München entstehen typischerweise folgende Nebenkosten:
1. Grunderwerbsteuer
In Bayern liegt die Grunderwerbsteuer derzeit bei 3,5 % des Kaufpreises. Sie wird nach dem Notartermin vom Finanzamt erhoben und ist Voraussetzung für die Eintragung ins Grundbuch.
2. Notar- und Grundbuchkosten
Für die Beurkundung des Kaufvertrags und die Grundbucheintragung fallen etwa 1,5 % bis 2 % des Kaufpreises an. Diese Kosten decken den Aufwand des Notars sowie die Gebühren des Amtsgerichts ab.
3. Maklerprovision
Der vermittelnde Immobilienmakler erhält eine Provision, diese liegt in Bayern liegt im Schnitt bei 3,57 % des Kaufpreises (inkl. MwSt.) – so ist es auch bei Immosmart.
Verkäufer und Käufer teilen die Maklerprovision in gleicher Höhe, sofern der Makler für beide Parteien tätig war.
4. Weitere mögliche Kosten
- Finanzierungskosten: Gebühren für die Eintragung einer Grundschuld oder Bearbeitungskosten der Bank.
- Gutachten oder Beratungskosten: Etwa für Sachverständige, Architekten oder Anwälte, falls Sie eine zusätzliche Prüfung wünschen.
- Versicherungen: Nach dem Kauf sollten Sie ggf. eine Wohngebäudeversicherung oder andere Schutzmaßnahmen einplanen.
Wer trägt welche Kosten?
Grundsätzlich gilt:
- Der Käufer trägt die Grunderwerbsteuer, die Notar- und Grundbuchkosten sowie in der Regel seinen Anteil an der Maklerprovision.
- Der Verkäufer übernimmt seinen Anteil der Maklerprovision und gegebenenfalls noch offene Nebenkosten (z. B. Hausgeld bis zum Übergabetermin). Kosten für die Löschung von Grundschulden aus dem Grundbuch lieben ebenfalls beim Verkäufer.
Tipp: Nutzen Sie einen Kaufnebenkostenrechner
Wenn Sie vor dem Kauf genau wissen möchten, welche Summe zusätzlich zum Kaufpreis auf Sie zukommt, gib es sog. Kaufnebenkostenrechner. Solche Tools finden Sie kostenlos im Internet – geben Sie einfach den Kaufpreis und Ihr Bundesland ein, und Sie erhalten eine realistische Einschätzung der Gesamtkosten.
Fazit:
Die Kaufnebenkosten in München betragen in der Regel zwischen 6 % und 10 % des Kaufpreises. Eine sorgfältige Planung verhindert böse Überraschungen und hilft, Ihre Finanzierung solide aufzustellen. Wenn Sie Unterstützung oder eine realistische Einschätzung Ihrer Gesamtkosten wünschen, stehen wir von Immosmart Ihnen gerne beratend zur Seite. Kontaktieren Sie uns für eine unverbindliche Beratung – wir freuen uns auf Sie!
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