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Neu als Kapitalanleger durchstarten – der Immosmart Ratgeber für München & Umland

Neu als Kapitalanleger durchstarten – der Immosmart Ratgeber für München & Umland

Immobilien zur Geldanlage, für die Ruhestandsplanung oder mit Blick auf Steuern – lohnt sich das eigentlich noch?

Kurz gesagt: Ja, wenn Sie sich im Vorfeld investiv Gedanken darum machen und strukturiert vorgehen. Dieser Artikel gibt ihnen einen Überblick samt Beispielen, Checklisten und praxisnahen Tipps, basierend auf unserer langjährigen Erfahrung als Immobilienmakler in München und der Region.

Wichtig vorab: Eine Immobilie zur Kapitalanlage ist in erster Linie eine Geldanlage, kein Steuersparmodell. Wenn die Rendite ohne Steuern nicht passt, wird sie durch steuerliche Effekte nicht besser.

 

Die 7 Schritte zum gelungenen Einstieg

  1. Motivationsgrund klären
    Bevor Sie kaufen, sollten Sie sich klar machen, warum Sie investieren möchten. Altersvorsorge, Vermögensaufbau, Diversifikation oder Inflationsschutz sind sinnvolle Gründe. Davon hängt ab, welche Art von Immobilie zu Ihnen passt und wie lange Sie sie halten sollten.
    Wer allerdings nur auf Steuervorteile hofft, wird meist enttäuscht. Tipp: Formulieren Sie ein konkretes Ziel, zum Beispiel „Ich möchte in 15 Jahren eine abbezahlte Wohnung besitzen, die meine Rente ergänzt.“
  2. Eigenkapital richtig planen
    Planen Sie mindestens die Kaufnebenkosten (also Grunderwerbsteuer, Notar- und Grundbuchkosten sowie gegebenenfalls eine Maklercourtage) und bringen Sie zusätzlich einen soliden Anteil am Kaufpreis ein. Je mehr Eigenkapital Sie einbringen, desto besser sind Ihre Finanzierungskonditionen. In Bayern liegen die Nebenkosten meist bei etwa sieben bis zehn Prozent des Kaufpreises. Außerdem sollte immer eine Reserve von drei bis sechs Monatsmieten als Sicherheit/Puffer bestehen bleiben.
  3. Lage und Umfeld klug wählen
    Es muss nicht die teuerste Innenstadtlage sein. Häufig bieten Stadtteile außerhalb der Innenstadt oder der Speckgürtel eine höhere Rendite, wenn dort genügend Nachfrage besteht. Achten Sie auf stabile wirtschaftliche Strukturen, eine gute Verkehrsanbindung und eine Region mit Wachstumsperspektive. Eine solide Nachfrage durch Arbeitsplätze, Hochschulen oder Kliniken ist meist entscheidender als der „Hipness-Faktor“ eines Viertels.
  4. Realistisch kalkulieren
    Bei der Kalkulation sollten alle Kosten berücksichtigt werden: Kaufnebenkosten, Finanzierung, Instandhaltung, nicht umlagefähige Anteile des Hausgelds und mögliche Mietausfälle. Eine Brutto-Mietrendite zwischen drei und fünf Prozent gilt als solide – vorausgesetzt, es handelt sich um eine unmöblierte Wohnung. Bei möblierten Objekten sollte die Rendite mindestens 2% höher ausfallen, da der Aufwand ebenfalls größer ist.Formel zur Orientierung / Berechnung der Rendite von Kapitalanlagen:
    Bruttomietrendite = Jahreskaltmiete ÷ Gesamteinsatz (Kaufpreis + Nebenkosten) x 100
    Nettomietrendite ≈ (Jahreskaltmiete – potentieller Leerstand – Instandhaltung p.a. – nicht umlagefähige Kosten) ÷ Gesamteinsatz x 100
  5. Objektqualität prüfen
    Überprüfen Sie Bauzustand, Energiekennwerte, Heizung, WEG-Rücklagen, Protokolle, Wirtschaftsplan und die Mieterstruktur. Achten Sie auf eventuelle Instandhaltungsstaus oder geplante Sonderumlagen und stellen Sie sicher, dass alle Unterlagen vollständig sind.
  6. Cashflow und Stresstest
    Rechnen Sie Ihre Finanzierung mit realistischen Zinsen und einer angemessenen Tilgung durch. Testen Sie dann, wie sich sinkende Mieten, steigende Hausgeldkosten oder kurzfristige Leerstände auswirken würden. Nur wenn der Cashflow auch bei solchen Szenarien stabil bleibt, ist das Investment solide.
  7. Lebensplanung und Exit-Strategie
    Eine Kapitalanlage sollte zu Ihrer Lebensplanung passen. Überlegen Sie, wie lange Sie das Objekt halten möchten und was im Fall einer Veränderung passiert. Auch ein Plan B, etwa für Verkauf oder Refinanzierung, sollte von Anfang an mitgedacht werden.

 

Rendite von Kapitalanlagen berechnen - drei Beispielrechnungen aus der Praxis

(gerundet, zur Illustration; ohne Gewähr/individuelle Zahlen weichen ab)

a) Stadtteil in Randlage, 60 m² Etagenwohnung:

Kaufpreis 260.000 €, Kaltmiete 900 €/Monat
Nebenkosten 8 %, nicht umlagefähige Kosten ca. 35 €/Monat, Leerstand 3 %, Instandhaltung 8 % der Jahresmiete

Gesamteinsatz: 280.800 €
Jahreskaltmiete: 10.800 €
Netto-Jahresmiete: ca. 9.200 €
Bruttorendite: 3,85 %, Nettorendite: 3,3 %

 

b) Speckgürtel einer Großstadt, 2-Zimmer-Wohnung

Kaufpreis 320.000 €, Kaltmiete 1.050 €/Monat
Nebenkosten 8,5 %, nicht umlagefähige Kosten 40 €/Monat

Gesamteinsatz: 347.200 €
Jahreskaltmiete: 12.600 €
Netto-Jahresmiete: ca. 10.700 €
Bruttorendite: 3,6 %, Nettorendite: 3,1 %

 

c) Trendviertel München, 45 m² Wohnung

Kaufpreis 420.000 €, Kaltmiete 1.200 €/Monat
Nebenkosten 9 %, nicht umlagefähige Kosten 45 €/Monat

Gesamteinsatz: 457.800 €
Jahreskaltmiete: 14.400 €
Netto-Jahresmiete: ca. 12.300 €
Bruttorendite: 3,15 %, Nettorendite: 2,7 %

 

Fazit: Abseits der absoluten Toplagen kann die Nettorendite oft deutlich höher ausfallen – vorausgesetzt, Nachfrage und Standortqualität stimmen.

 

Häufige Fehler und wie Sie sie vermeiden

  • Steuern als Hauptargument: Eine solide Rendite muss auch ohne steuerliche Effekte tragfähig sein.
  • Nebenkosten unterschätzen: Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und erste Instandsetzungen fallen immer an.
  • WEG-Unterlagen ignorieren: Prüfen Sie Protokolle, Rücklagen, Beschlüsse und anstehende Maßnahmen.
  • Zu optimistische Mieten ansetzen: Besser konservativ kalkulieren und aktuelle Marktdaten prüfen.
  • Keine Rücklagen bilden: Reparaturen und Mieterwechsel kommen oft überraschend.
  • Ohne Exit-Plan handeln: Legen Sie im Voraus fest, wann ein Verkauf oder eine Refinanzierung sinnvoll wäre.

 

So begleitet Immosmart Kapitalanleger in München und Umgebung

Wir unterstützen Kapitalanleger Schritt für Schritt auf dem Weg zur passenden Immobilie:

  1. Ziel- und Strategiegespräch: Anlageziel, Zeithorizont, Risikoprofil, Liquidität
  2. Finanzierungs-Vorcheck: Konditionsrahmen und Tilgungsstrategie
  3. Standort- und Mikrolageanalyse: Nachfrage, Infrastruktur, Mietniveau
  4. Objektprüfung: Bauakte, Energie, WEG-Unterlagen, Mietvertrag
  5. Ertragsrechnung und Stresstest: realistische Rendite, Szenarien, Rücklagenplanung
  6. Verhandlung und Strukturierung: Preis, Übergabe, Mietthemen, Zeitplan
  7. Vermietung und Bestand (optional): Inserat, Bonitätsprüfung, Übergabe

Mit diesem strukturierten Prozess stellen wir sicher, dass Ihre Entscheidung fundiert und zukunftsfähig ist.

 

Mini-Checkliste vor der Kaufentscheidung

  • Persönliche Ziele und Zeithorizont klar formuliert
  • Eigenkapital und Liquiditätsreserve definiert
  • Finanzierungs-Voranfrage eingeholt
  • Mietniveau und Nachfrage geprüft
  • WEG-Unterlagen vollständig
  • Energieausweis und technischer Zustand bekannt
  • Renditeberechnung durchgeführt und Stresstest bestanden
  • Exit-Strategie festgelegt

 

Gibt es überhaupt noch Renditen über 5%?

Ja, aber eher punktuell. Kleinere Einheiten oder einfache Ausstattungen in Mittelstädten und Speckgürteln mit stabiler Nachfrage können solche Werte noch erreichen. Entscheidend sind Mieterqualität und technischer Zustand. In begehrten Münchner Stadtteilen liegt die Rendite meist niedriger, dafür ist die Wertstabilität höher.

 

Zum Schluss: Immer schön smart bleiben!

Eine Kapitalanlage in Immobilien ist kein Sprint, sondern ein langfristiges Investment. Wenn Sie in München als Kapitalanleger starten möchten und sich ehrliche Tipps sowie eine persönliche Begleitung wünschen, sind wir gerne für Sie da.

Jetzt Kontakt aufnehmen und ein unverbindliches Erstgespräch vereinbaren – wir freuen uns auf Sie!

 

Hinweis: Dieser Artikel ersetzt keine Steuer- oder Rechtsberatung. Die Zahlenbeispiele dienen der Veranschaulichung und können je nach individueller Situation abweichen.

 

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